27. Oktober 2017

Von überparteilichen Entscheidungen und wie du selbst mitentscheidest

Seit Mai 2015 führe ich meinen Blog Vanillaholica, und von Anfang an war mir bewusst, dass ich dadurch gewissen Einfluss ausüben kann. Auf all den Fashion und Modeblogs weltweit, wird mittlerweile jeden Tag ein neues Outfit online gestellt, von dem behauptet wird, dass es dem Augenblick der Zeit entspricht. Daraus folgend sollte man natürlich sofort die 10.000ste  Jeans und das 500ste paar Schuhe kaufen.

Ich wollte von Anfang mit meinem Blog genau das Gegenteil erreichen, in dem ich Themen anspreche, die gesellschaftspolitisch sind, die meiner Meinung nach über die Wahl der nächsten Herbstfarbe hinaus gehen, und  globalere Auswirkungen haben.

Weiters bin ich mit der Entwicklung, die mein Blog mittlerweile gemacht hat sehr zufrieden,und freue mich monatlich mitzuerleben, wie das Interesse an Themen wie Nachhaltigkeit und Fair Fashion steigt. Einen ausschlaggebenden und einführenden Artikel zu Fair Fashion, was ist es, warum habe ich mich dazu entschieden und co. gibt es übrigens hier.

Die Entscheidungen, die jeder von uns täglich trifft

Es war vor knapp 2 Jahren eine Entscheidung, die für mich nicht einfach zu fällen war. Ich wollte all meine Inspiration, meine Ideen und meine Träume mit der Welt teilen, und hatte das einnehmende Gefühl, dies so machen „zu müssen“ wie all die anderen. Die Lösung tanzte vor meinen Augen und doch konnte ich sie lange nicht sehen.

Nach ein paar Monaten wurde mir klar, dass ich meinen Blog nicht wie all die anderen weiter führen möchte und  erstellte ein neues Design, löschte alle alten Beiträge, kreierte neue Kategorien und der Schwerpunkt war nun klar und deutlich auf grünem Lebensstil.

Diese Entscheidung habe ich bewusst getroffen. Einerseits, weil es mir am Herzen lag und immer noch liegt. Und andererseits, wollte ich aus Trotz ansprechen möchte, dass dieser Konsumwahn, meiner Meinung nach einfach hirnlos ist.

Jeder von uns fällt täglich Unmengen Entscheidungen. Die einen sind von kleinerem Ausmaß und betreffen die Wahl des Mittagessens, die anderen wieder sind von größerer Bedeutung und handeln von der Entscheidung über ein Studienfach, den Kauf eines Hauses, oder ähnliches.

Alle 5 Jahre geht die Wichtigkeit einer Entscheidung sogar so weit, dass wir unser Vertrauen einer Partei schenken, und damit uns erhoffen und erwarten, gewisse Veränderungen im Leben und Alltag zu erfahren. Veränderungen, die durch Gesetze, Rechte und ähnlichem zustande kommen sollten.

 


„Österreich ist eine demokratische Republik.
Ihr Recht geht vom Volk aus.“


 

So heißt es im 1. Artikel der Österreichischen Bundesverfassung. Und doch sind laut einer Umfrage 2016 nur knapp 50% der Bevölkerung mit der Demokratie, die momentan herrscht, „ziemlich“ zufrieden.

Viele innerhalb der 50% beklagen sich darüber, dass sie selbst zu wenig Einfluss in der Politik haben. Dass sie nur alle 5 Jahre ihr Vertrauen in eine Partei stecken können, und regelrecht hoffen, dass jene Veränderungen und gewünschte Entwicklung im Lande sichtbar zeigt.

Ich bin der Meinung, dass jeder einzelne Bürger mehr Mitbestimmungsrecht in der Politik haben sollte. Es kann nicht sein, dass in knapp 70 Jahren die Bevölkerung nur zwei mal verbindlich zu ihrer Meinung befragt wurde (Kernkraftwerk Zwentendorf und EU Beitritt).

Die Zukunft in deiner Hand:
Ich bin nicht der Meinung, dass ein jeder von uns sich zurück lehnen, und all die Erwartungen in die Politiker stecken sollte.
Ich vertraue bedingt und teilweise, der Partei, die ich wähle, jedoch ist das für mich kein Grund, meine Beine zu kreuzen und einen Tee zu trinken.
So etwas sollte öfters geschehen, und daher stehe ich hinter dem verbindlichen Volksentscheid.

.

Verbindlichen Volksentscheid:
Ein Instrument, mit welchem die wahlberechtigten Bürger*innen zum ersten Mal in der politischen Geschichte Österreichs direkten Einfluss auf die Gesetzgebung ausüben können.Damit jener Volksentscheid überhaupt einmal untersucht wird, benötigt es 3% der Wahlberechtigten.
Und daher sehe ich es als Teil meiner Aufgabe, euch auf so etwas aufmerksam zu machen, und wer weiß, vielleicht hat es bei der/dem ein oder anderen eine Denkanstoß gegeben.

 

österreich-entscheidet-instagram


Den Medien wird allgemein die Rolle der vierten Macht im Staat zugeschrieben.


Daher entscheide ich mich hiermit bewusst, Euch nicht über die nächsten temporär dauernden Trend im Fashion Universum zu informieren, sondern Euch zu zeigen, dass wenn man etwas ändern möchte immer eine Möglichkeit dazu da ist.

So plakativ der Ausspruch mit „Nichts ist unmöglich“ ja klingt, ein Fünkchen Wahrheit beinhaltet er schon.

Wenn ich in mir ein leuchtendes und wärmendes Glühen spüre, eine Energiequelle, die mich dazu antreibt außerhalb meiner Komfortzone zu agieren, dann sollte ich mich davon leiten lassen. Einen Schritt nach vorne wagen und sehen, wohin mich meine Entscheidungen führen.

 

„Alles auf der Welt kommt auf einen gescheiten Einfall und auf einen festen Entschluß an.“

-Johann Wolfgang von Goethe

Entscheidungen zu treffen ist eine Freiheit, die nicht allen offenbart ist. In vielen Ländern auf der Erde herrschen Einschränkungen, die es nicht zulassen, jeden Tag neu zu entscheiden. Neu den Tag zu starten, die Woche oder gar den Monat. Daher ist es meiner Meinung, um so wichtiger, sich über solch eine Freiheit bewusst zu sein.

Bewusst und dankbar.

 

Da kann Weihnachten doch kommen.

Also geh‘ hinaus. Treffe deine Entscheidungen, und lass‘ mich dir eines sagen.

Solange du mit vollster Kraft und Glaube hinter dem stehst, für das du dich entscheidest und für was du dich einsetzt, solange kann dich nichts umhauen.


Wichtig ist …

Entscheide!

#duentscheidest

 

 


In freundlicher Zusammenarbeit mit Österreichentscheidet.

Quelle:

(1)https://de.statista.com/statistik/daten/studie/285282/umfrage/umfrage-in-oesterreich-zur-zufriedenheit-mit-der-demokratie/

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